Arcadia Vita GmbH

Im Kurpark 1

34308 Bad Emstal

 

Physiotherapie-Praxis

am Mineral-Thermalbad

Im Kurpark 1 A

34308 Bad Emstal

 

Tel. 05624 - 7 90 90 55

 

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag von 8 - 19 Uhr

und nach Vereinbarung

"Therapeuten können keine Wunder vollbringen, für den Erfolg muss man schon selbst etwas tun. Aber wenn man will, bekommt man unglaublich viele Anregungen und Hilfe..."

Physikalische Therapie

Klassische Massage

Die klassische Massage ist die bekannteste Massageart.

Sie wird meist bei Schmerzen und Spannungsstörungen des Bewegungsapparates angewandt.

Erste Erwähnungen von Massagen findet man in Aufzeichnungen aus bereits mehreren Jahrtausenden vor Christus.

Seitdem wurden verschiedendste Techniken weiterentwickelt und den neusten medizinischen Erkenntnissen angepasst. So erfordert es heutzutage eine Ausbildung zum Masseur oder Physiotherapeuten, um eine klassische Massage korrekt anwenden zu können.

Die klassische Massage setzt sich zusammen aus fünf unterschiedlichen Grifftechniken, die je nach Befund kombiniert werden. Der grobe Aufbau einer klassischen Massage ist aber immer ähnlich. Unsere Patienten wissen spätestens nach der ersten Behandlung, was auf sie zukommt.

Innerhalb dieses Rahmens nimmt Ihr Therapeut mit den Händen und Augen einen Befund Ihrer körperlichen Situation auf, so dass er für Sie individuelle Schwerpunkte setzen kann. Bei sehr vielen Menschen ist z.B. die Schulter-Nacken-Partie belastet. Diese kann dann während der Behandlung besonders bedacht werden. Generell wird aber immer der ganze Rücken massiert.

Anders als z.B. in der Bindegewebsmassage wird in der klassischen Massage mit Creme, Lotion oder Öl gearbeitet. Da ist die Auswahl riesig. In unserer Praxis bevorzugen wir „eigenes“ Öl aus unserer Ölmischmaschine, immer in Abstimmung mit unseren Patienten.

Durch die Anwendung dieser unterschiedlichen Öle und besonders auch durch die unterschiedlichen Griffe der klassischen Massage kann entweder stimulierend oder aber beruhigend Einfluss genommen werden.

Das Ziel ist immer, positiv auf die Selbstheilungskräfte des Körpers zu wirken. Wir geben Ihnen sozusagen einen Schubs in die richtige Richtung.

Die meisten unserer Patienten benötigen eine Massage des Rückens. Aber auch die Extremitäten können behandelt werden, z.B. eine Armmassage nach einem Schlaganfall. 

Hervorragend lässt sich klassische Massage mit anderen Therapien kombinieren. Als Vorbereitung für physiotherapeutische Anwendungen wird sie gerne von unseren Ärzten verordnet. Und die Kombination Fangopackung und Massage ist weit bekannt.

 

Bindegewebsmassagen/Subkutane Reflextherapie (SRT)

Die Bindegewebsmassage ist eine spezielle Form der Reflexzonenmassage. Man geht davon aus, dass bei Erkrankungen der inneren Organe und des Bewegungsapparates eine Dysbalance der Spannungen sowie eine Störung des Stoffwechsels der Subkutis (Unterhaut) entsteht.

Alle Gewebsabschnitte mit einer veränderten Spannung oder einer Verklebung werden mit einer besonderen Technik gereizt, bis - hervorgerufen durch die Reaktion des Körpers - ein Spannungsausgleich hergestellt ist.

Durch die  Reizung des subkutanen Bindegewebes kommt es direkt zu einer Beeinflussung des vegetativen Nervensystems. Indirekt oder reflektorisch werden die Organe und ihre Funktionen beeinflusst.

Neben diesen allgemeinen und reflektorischen Wirkungen werden durch den lokalen Spannungsausgleich Funktionsstörungen des Bewegungsapparates sowie das Körpergefühl verbessert.

Medizinische Bäder

Das Mineral-Thermalbad ist zwar seit Ende 2016 geschlossen, wir haben aber in unserem Therapiebereich neben dem Thermalbad wieder eine kleine Badeabteilung eingerichtet, um die Bad Emstaler Tradition hochzuhalten. Vielleicht können wir allen politisch Verantwortlichen damit Mut machen und sie unterstützen, die richtigen Schritte zu unternehmen, das vorhandene Heilwasser, das Bad Emstaler Mineral-Thermalwaaser in einem sanierten Gebäude wieder zur Verfügung zu stellen. Bis es soweit ist, bieten wir eine kleine Erinnerung an das Bad  in unserem neu eingerichteten med. Baderaum.

Medizinisches Bad

Die Behandlung mit Medizinischen Bädern (Balneotherapie) hat eine lange Geschichte. Das Baden wird seit Jahrtausenden angewendet. Aus der Tradition bietet es dem Menschen in der Frühzeit die Verbindung zu den höheren Mächten. Daraus ist das Suchen nach der heilenden Wirkung des Wassers entstanden, die seit der Aufklärung im 18. Jhdt. auch wissenschaftlich untermauert und weiter entwickelt wurde.   

(Bei uns können Sie in Kürze die Geschichte des Wassers in einem künstlerisch gestalteten Wandbilder-Zyklus nachvollziehen, der diese Geschichte auch breit erläutert. Wir werden Sie auf dieser Website informieren, wenn wir die Bilder präsentieren. 

Die heutigen Bäder-Anwendungen sind in der Regel in einen medizinischen Behandlungsplan integriert und werden nicht isoliert angewendet.

So ein Bad berührt uns mit seinem komplexen Gefüge aus Temperatur, hydrostatischem Druck und Auftriebskraft des Wassers und einem Austausch von Substanzen über die Haut, die zusammen wirken. Verschiedene Wirkweisen bestehen daher über ein Absenken oder Erhöhen der Badetemperatur oder durch die Art der Zusätze.

Bei uns können Sie – je nach gewünschtem Behandlungsziel – verschiedene Zusätze wählen, z.B. das Epsom-Salz. Dieses enthält die Mineralien Magnesium und Sulfat, welche über die Haut aufgenommen und verstoffwechselt werden und den Körper unterstützen Giftstoffe auszuscheiden. Darüber hinaus besitzt das Epsom-Salz noch viele weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften (Detoxbad).

Weiterhin haben Sie bei uns die Möglichkeit aus einer sehr großen Auswahl an reinen ätherischen Ölen Ihr eigenes individuelles Badeöl herstellen zu lassen und somit die vielseitige Wirkung eines Bades deutlich zu verstärken. (siehe auch Abschnitt über unsere Öle unter Medical Wellness)
Diese kann sein:

  • Entspannung/Beruhigung
  • Schmerzlinderung
  • Durchblutungsförderung
  • Entgiftung
  • schnellere Regeneration
  • Regulierung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Regulierung des Stoffwechsels
  • Regulierung der Muskelspannung
  • Entlastung der Gelenke

Medizinische Bäder werden auch eingesetzt, um Erholungsvorgänge zu beschleunigen oder zu intensivieren, z.B. nach schweren Verletzungen oder körperlichen Erschöpfungszuständen. Auch auf die Funktionen von Leber und Nieren oder unser Hormonsystem haben med. Bäder Einfluss.

Thermoneutrale Bäder (körpertemperaturwarmes Wasser) sind besonders für Menschen mit Gelenk- und Weichteilerkrankungen geeignet (z.B. Rheuma, Arthrose, Fibromyalgie), da sie die Gelenke entlasten, Schmerzen lindern und das Gewebe entwässern. 

Wer aus Mobilitätsgründen nicht in gewohnter Weise die Badewanne betreten und verlassen kann, dem ist mit unserem Badewannenlifter und natürlich auch unserem freundlichen Personal geholfen.

 

Jungebad (Öldispersionsbad)

Gesundheit für Körper, Geist und Seele

Mit einem speziell entwickelten Apparat, der Wasser fein vernebelt und Öl ansaugt, legt sich das Öl um die einzelnen Wassertröpfchen. So bildet sich eine stabile Verbindung (ohne den Einsatz von Emulgatoren), die über Stunden besteht und sich auf die Haut des Badenden wie eine Hülle legt.

Auf diese Weise ist unsere Haut in der Lage die feinen Substanzen der ätherischen Öle leichter aufzunehmen. Sie gelangen in den Stoffwechsel und entfalten ihre Wirkung - der Heilprozess beginnt.

 

Solche Bäder dienen zur Stabilisierung und Anregung des Wärmehaushaltes, Stärkung der Immunkräfte und als Begleiter seelischer Prozesse.

 

Kneippanwendungen

Kneipps Lehre ist eine Philosophie der Ausgewogenheit. Sie kann als Grundlage der später „in Mode“ gekommenen ganzheitlichen Therapie angesehen werden. Kneipps Güsse, Wickel, Massagen oder Bäder verhelfen dem Körper, aus einem Erschöpfungszustand wieder herauszukommen und das Immunsystem zu aktivieren. 

Über hundert Jahre nach dem Tod des Wasserdoktors ist seine ganzheitliche, naturheilkundliche Gesundheitslehre so aktuell wie eh und je. Als ein Baustein eines gesamtherapeutischen Konzepts lassen sich die Kneipp-Anwendungen sehr gut integrieren, und in Kombination mit neuesten Therapiekonzepten werden die Erfolge optimiert. Wir sind stolz, dass wir in unseren verkleinerten Praxisräumen wieder einen Baderaum integrieren konnten, in dem wir Ihnen diese Anwendungen anbieten können.

Eine Kneipp-Heilbehandlung wechselt zwischen Belastung und Entlastung von Körper und Geist, sie hilft bei Herz- und Kreislaufbeschwerden, Rheuma, Rückenschmerzen, Allergien und stärkt das Immunsystem.

Wirkungsweise Kneipp´scher Güsse

Das Zusammenwirken der fünf Komponenten, verabreicht durch angepasste Reize – keineswegs nur aus dem Kaltwasserbereich! – steigert die unspezifische Abwehr (Abhärtung) und stabilisiert das vegetative Nervensystem sowie das Hormonsystem.  Es ist möglich, kleinste bis starke Reize zu verabreichen, angepasst an den jeweiligen Funktions- und Regulationszustand und die Konstitution des Patienten.

Über die örtliche, äußere Anwendung von Güssen, Wickeln und Massagen kann eine positive Beeinflussung der einzelnen Körperregionen zugeordneten inneren Organe über die Reflexwege erreicht werden. Auch Fernwirkungen werden therapeutisch genutzt - so beispielsweise warme Fußbäder bei Nasen- und Nebenhöhlenerkrankungen (wie umgekehrt kalte Füße Niesreiz auslösen können!).

 

Heißluft- / Rotlichtbestrahlung, Heiße Rolle, Fango

Heißluft/Rotlichtbestrahlung 

Heißluft bzw. Rotlichtbestrahlung (Wärmestrahler) wird meistens vor der Massage eingesetzt, bewirkt eine Mehrdurchblutung der zu behandelnden Stelle, so dass die Muskelpartien für die Massage leichter zu bearbeiten sind. Man kommt tiefer in die Muskulatur, wo die Verspannungen sitzen. Dies ist für den Patienten angenehmer und effektiver.

Heiße Rolle

Die heiße Rolle ist eine physikalische Anwendung aus der Wärmetherapie. Sie bietet die Möglichkeit der lokalen Wärmeapplikation mit gleichzeitigem Massageeffekt.

Die Handtücher werden hierfür wie ein Trichter gerollt und mit heißem Wasser übergossen, sozusagen aufgefüllt. Mit kurzen, aber kräftigen Druckbewegungen wird die heiße Rolle auf die gewünschte Stelle des Körpers aufgetragen. Die Handtücher werden während der Behandlung immer weiter abgerollt (sie besteht aus mehreren Lagen), um eine konstante Temperatur zu gewährleisten.

Es kommt zu einer deutlichen Mehrdurchblutung an der betreffenden Stelle, welche sich durch eine Rötung der Haut zeigt. 

Heiße Rolle hilft z.B. bei Kopfschmerzen, Verspannungen, steifem Nacken, bei Erkältungen mit Beteiligung der Bronchien (hier auch möglich, dass man einige Tropfen ätherisches Öl mit eintröpfelt), bei Muskelschmerzen, Krämpfen und zur Entspannung.

 

Fango

Der Begriff kommt aus dem Italienischen und bedeutet so viel wie 'Schlamm'. In der Tat handelt es sich dabei um Mineralschlamm vulkanischen Ursprungs oder gemahlenem Schiefer mit Paraffin versetzt. 

Fango wirkt beruhigend, entspannend und schmerzlindernd auf den Körper. Durch die Tiefenwirkung wird die Durchblutung angeregt, die Muskeln entspannen und nebenbei wird das Immunsystem gestärkt.

Die Heilwirkung von Fango kann erhöht werden in Verbindung mit Massagen und/oder Bewegungstherapie/Krankengymnastik und Manueller Therapie, z.B. bei Ischiasschmerzen, Hexenschuss, Rücken-/Schulter- und Nackenschmerzen, um nur einige zu nennen.

 

Eisanwendung / Kryotherapie

Bei der Kryotherapie oder Kältetherapie handelt es sich um ein Verfahren, bei dem extrem niedrige Temperaturen (meist lokal) eingesetzt werden, um einen positiven Effekt auf den Körper zu erzielen. Dies reicht von Schmerzlinderung bei Entzündungen in den Gelenken über Eispackungen  gegen Schwellungen. 

Jede Behandlung, bei der Temperaturen unter 0°C eingesetzt werden, bezeichnet man als Kryotherapie. Wird mit Kälte gearbeitet, ohne dass die angewandte Temperatur unter 0°C liegt, spricht man von Kältetherapie. Hierzu gehört unter anderem die Kaltwasseranwendung nach Kneipp

Je nachdem, wie lange ein Kältereiz auf Haut und Muskulatur einwirkt, ist die Wirkung unterschiedlich. Bei kurzzeitiger Kälte (bis 5 Minuten) wirkt die Kälte schmerzlindernd, bei längerer Kühlung (10 bis 12 Minuten) wirkt Kälte sogar entzündungshemmend 

Die Kälte verringert die Schmerzempfindlichkeit und verlangsamt die Nervenleitgeschwindigkeit für Schmerzreize. Das gilt auch für die Muskulatur. Zudem werden bei längerer Kühlung die Erschlaffungsphasen der Muskeln verlängert und so die Spannung gesenkt, so dass sich Muskelverspannungen und Verkrampfungen lösen. Kurze Kälteimpulse dagegen steigern die Muskelaktivität

In den Blut- und Lymphgefäßen wird die Durchblutung von der Kälte vermindert, da sich die Gefäße verengen und weniger Blut zirkulieren kann. In den Venen erhöht sich dagegen der Blutfluss. Dadurch kommt es zu einer Förderung des Abflusses von Ödemen (Schwellungen). Außerdem wird der Stoffwechsel im gekühlten Gewebe herabgesetzt.

Kälte wird zur Unterstützung bei krankengymnastischen Behandlungen eingesetzt und hilft, Beschwerden zu lindern, wenn beispielsweise rheumatische Erkrankungen mit akuten Entzündungen einhergehen. Bestimmte Autoimmunerkrankungen sowie Erkrankungen des Bindegewebes behandelt man ebenfalls mit Kältetherapien und nicht zuletzt kommt Kälte akut nach Unfällen beim Sport zum Einsatz, wenn diese Verletzungen wie Prellungen, Quetschungen oder Verstauchungen zur Folge haben.

Das physiologische Wirkungsspektrum von Eisanwendungen ist breit gefächert, wie Untersuchungen von KOEL (1983) und KNIGHT (1985) belegen:

  • Hemmung von Entzündungen
  • Hemmung von Metabolismus (Stoffwechsel)
  • Vasokonstriktion (Verengung der Blutgefäße)
  • Senkung der Histaminreaktion
  • Auslösung von Ödemen
  • Depression des Immunsystems
  • Schmerzhemmung
  • Abnahme der Gewebespannung
  • Abnahme des Muskelspasmus